Das Leben in meiner Hostfamily

Meine Gastfamilie ist.. hm wo soll ich bloß anfangen um ihnen gerecht zu werden..

Zu aller erst vielleicht mal um wen es sich hier überhaupt handelt. Die Familie besteht aus 6 Wesen, der Vater Markus, die Mutter Tash (beide arbeiten in der Army), Tatyana (12), Harrison (10) und den zwei süßen Welpen Beth und Molly.

Als ich in die Familie kam wurde ich von allen herzlich begrüßt. Es gab Pizza, da Tash keine Zeit zum kochen hatte, weil sie so im Stress war und mich ja auch noch vom Flughafen abholen musste.. 😀

So ist es aber normalerweise nicht, es gibt hier so eine Regel, dass die Mutter jeden Abend gesund und frisch kocht, find ich eigentlich ganz gut, zumal ich dann nicht kochen muss – haha. Aber ich helfe ihr trotzdem immer sonst fühle ich mich so hilflos. Der Vater lebt eigentlich nur am Wochenende hier, weil er unter der Woche immer woanders ist um zu arbeiten.

Oh und das erste Kangaroo das ich hier gesehen habe war auf der Fahrt vom Flughafen in Canberra zum Haus meiner Gastfamilie, leider war es tot. Es git hier so viele Kangaroos, dass es normal ist, dass tote Kangaroos an dem Straßenrand liegen und alle Einwohner ziemlich genervt sind, wenn sie mal wieder über die Straße hopsen und man deswegen eine Vollbremsung hinlegen muss.

Mein normaler Alltag hier sieht ungefähr so aus (und ja, ich habe wirklich viel weniger zu tun als die anderen Au Pairs hier):

Ich versuche pünkltich um 06:00 Uhr aufzustehen – daraus wird meistens aber 06:20 Uhr, wer mich kennt kann sich vorstellen wie stolz ich auf die kleine Verspätung von nur 20 Minuten bin. Danach geh ich runter helfe beim  Breakfast und mache anschließend die Lunchboxen der Kinder. Sandwich, ganz viel Obst, manchmal auch Gemüse, Chips und wenn sie lieb waren auch eine kleine Süßigkeit. 😀  Dann kommt die kleine Herausforderung..die Kinder ohne einen Mordfall fertig für die Schule zu machen. Hört sich nicht schwer an, aber bei so zwei temperamentvollen und gerne auch faulen zwei kleinen Wichten kann das vor allem morgens ziemlich, naja wie soll ich es sagen, “anstregend” sein – oder nervtötend? 😀 Ist all das geschafft, gehen die beiden meistens zum Schulbus, manchmal fahre ich sie auch, aber das kommt nicht so häufig vor.

Tja dann habe ich freie Zeit bis Mittags um 4, bis die zwei wieder kommen. Da kann ich machen was ich will, mach ich auch. 😀

Wenn T und H dann wieder da sind ist erstmal “fressen” angesagt. Ohja. Wenn ich nicht aufpasse haben sie den komletten essbaren Inhalt des Hauses in 30 Minuten aufgegessen haha. Ist dies dann rum müssen sie Hausaufgaben machen, der übliche Kram halt. Und dann können wir endlich spielen. Meistens gehen wir raus zu den Hunden oder spielen Fußball, oder gehen in einen Trampolinpark, das ist mega cool. Und dann kommt auch schon die Mutter von der Arbeit wieder, es git Dinner und dann müssen die Kinder auch schon wieder ins Bett.

Ich persönlich habe ziemlich Respekt vor dem Lifestyle der Mutter, ich könnte das niemals. Natürlich will ich auch arbeiten und Karriere machen, aber wenn möglich möchte ich meine Kinder öfter sehen als beim Frühstücken und Abendessen. Genauso wie ich meinen Mann bitte mehr als nur am Wochenende sehen möchte. Aber man kann sich ja nicht alles aussuchen.

Generell sind alle ganz lieb zu mir. Ich kann immer mit den Eltern reden wenn ich was brauche oder es mir schlecht geht und sowieso sind sie einfach toll, sie nehmen mich immer überall mit hin wenn ich möchte. 🙂 Diese Woche war ich zum Beispiel nur mit der Mutter auf dem Melbourne Cup von ihrer Arbeit, das war ziemlich cool. Mit den Kindern ist es wirklich so als wäre ich die größere Schwester. Wir lieben uns aber wir streiten auch und trotzdem haben wir immer Spaß zusammen 🙂 Ich kann mir garnicht mehr vorstellen wie es ohne die zwei sein wird..

Genauso wie ich es nicht in mein Hirn reinbekomme, dass es mittlerweile schon Halbzeit ist und in 3 Monaten ein anderes Mädchen in meinem Zimmer sein wird, in meinem Bett schläft und die neue “größere” Schwester für T und Harry ist.. 😦

Das wars vorerst mal.

See ya- Kim 🙂

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